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Ortsgeschichte

Etwas Geschichte über unser Dorf

Jänickendorf wurde erstmals 1285 unter dem Namen Jenkendorff, auch Jinkendorff, im Besitz der Adligen von Richow erwähnt. Die Entstehung des Dorfes ist nicht eindeutig zu ermitteln. Die namentliche Herkunft bezieht sich auf den Personennamen Jenke o.ä. Sie stellt eine mundartliche Koseform von Jan -Johannes dar.
Der Personenname kann jedoch auch sorbisch sein: Jenk, Jenik, Jenko.
Seit 1861 ist Jänickendorf unter der heutigen Schreibweise bekannt. Mundartlich sagen die "Alten" auch Jäenekendörp.

Unser Dorf ist ein großes linsenförmiges Angerdorf, umgeben von Feld und Wald.

1571 wird eine Pfarre und Kirche

erwähnt. Letztere ist zweimal einem Brand zum Opfer gefallen.

Die erste Schule wurde 1793 direkt neben dem Pfarrhaus erbaut, eine weitere, die "neue Schule", 1897 auf dem Dorfanger. Heute erfahren beide Gebäude eine andere Nutzung.

Der Bau der Königlich Preußischen Militäreisenbahn zwischen Zossen und Jüterbog mit Bahnhof in Jänickendorf im Jahre 1897 sowie der Kleinbahn mit einer Spurbreite von 750 mm von Luckenwalde nach Dahme, deren Betrieb im Dezember 1900 aufgenommen wurde, wirkten sich wirtschaftlich vorteilhaft auf Jänickendorf aus und gaben dem Ort eine günstige Verkehrslage. Nahe Jänickendorf wurden Pechhütten angelegt und im Ort selbst Sägewerke, deren Holz als Gruben - und Bauholz sehr geschätzt war. Die Bauern nutzten die Bahn teilweise zum Transport ihrer landwirtschaftlichen Erzeugnisse.
Am 31.Dezember 1963 wurde der Betrieb der Kleinbahn eingestellt, da der Reiseverkehr auf schnellere Busse umstieg.
Bis Ende der 60er Jahre waren die drei Lokomotiven dieser Kleinbahn auf den Schmalspurbahnen der Insel Rügen im Einsatz.
Ähnlich erging es der Königlich Preußischen Militärbahn. Am 31.5.1996 startete ein Zug symbolisch zur letzten Fahrt von Jüterbog nach Zossen.
Hier ist aber noch nicht das letzte Wort gesprochen. Ein gegründeter Förderverein regte an, die Bahnanlagen als Denkmal oder Denkmalschutzbereich einzuordnen und so deren Erhalt zu erreichen. Eine Nutzung auf touristischem Gebiet, vielleicht in Zusammenhang mit Besichtigung der militärischen Versuchsflächen, welche auch eine hundertjährige Tradition auf diesem Areal haben, wäre zum Beispiel gut denkbar.

1920 hielt die Elektrizität im Dorf Einzug.

Zwei Mühlen, der "Holländer" und "Rhöns Mühle" mit Speicher verarbeiteten das Getreide der Jänickendorfer Bauern zu Mehl. Letztere brannte 1945 durch Beschuss ab. Vom Holländer zeugen heute nur noch ein Erdhügel, den die Jänickendorfer Kinder als Rodelberg nutzen und die Straße "Zum Holländer". (Er wurde schon im Jahre 1830 durch. ein Großfeuer zerstört, aber in den Jahren 1940 bis 1945 als Heim der Hitlerjugend genutzt und war von da an dem Verfall preisgegeben).

Ein schönes und würdiges Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges errichtete die Gemeinde am 22. Juni 1922 auf dem Kirchhof. 1994 wurde das Denkmal restauriert und erhielt einen neuen Adler, da der alte am Ende des 2.Weltkriegs durch Soldaten der Roten Armee beseitigt wurde und unauffindbar verloren ging.

Drei Gaststätten existierten 1915 in Jänickendorf. Heute präsentiert sich in alter Schönheit nur noch der Gasthof "Zur Eisenbahn".

Habe ich Sie neugierig auf unser Dorf gemacht? Dann besuchen Sie uns doch einfach einmal oder surfen Sie bei der 2. Folge wieder mit uns durchs Internet.

Bis dahin tschüs!
Ihre Gisela Bölke
Ortschronistin

 

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