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Kultur im Museum

Seniorentreffen

Einmal im Monat treffen sich die Senioren in der Museums-Scheune um über bestimmte Themen der Dorfgeschichte zu sprechen. Termine finden sie hier.

Vielseitiges Programm beim Seniorentreffen  in Jänickendorf

Seniorentreffen_28062017Am 28. Juni 2017 trafen sich Senioren aus Jänickendorf zu ihrem monatlichen Treffen in der Museums – Scheune.
Die Zusammenkunft im Juni jeden Jahres steht stets unter dem gleichen Thema: Pflege der alten Sprache „Fläming Platt“, denn das hatten wir der 2010 verstorbenen Mundartdichterin Käte Taubitz aus Heinsdorf versprochen als sie uns all ihre Aufzeichnungen in Schrift  und Tonaufzeichnungen zum Aufbewahren übergab.
Unter „Däe Fläming miene Heemoat“ hat Käte Taubitz zahlreiche Gedichte und Geschichten in dieser Sprache nieder geschrieben, um sie der Nachwelt zu erhalten. Viele der heute 75 jährigen und älteren haben diese Mundart in ihrer Kindheit noch selbst gesprochen oder im Elternhaus gehört; ja können sie zum Teil noch heute sprechen.
Um den Nachmittag abwechslungsreich zu gestalten, hatten wir uns Elke Neumann und Elisabeth Letz aus Klein Schulzendorf eingeladen, denn Letztere  kann  Texte in Fläming Platt stilgetreu vortragen. Zudem sollte das Gesangsduo den Nachmittag mit ihrem und unserem gemeinsamen Gesang auflockern.
Zu Beginn gab ich einen geschichtlichen Überblick zur ersten Ansiedlung der Flamen im Gebiet des Fläming um 1160.
Ich berichtete auch darüber wie verwundert die jungen Soldaten aus dem Fläming waren, als sie im 1. Weltkrieg nach Flandern kamen und dort eine Sprache hörten, die ihrer Heimatsprache stark ähnelte.
Zwei Feldpostbriefe junger Soldaten aus dieser Zeit, die sie in Fläming Platt an ihre Familien schrieben, las Elisabeth Letz dazu vor.
Auch der Vater von Käte Taubitz berichtete ihr einst, dass er in dieser Zeit bei seinem Einsatz in Flandern trotz anderer Betonung fast alles verstanden hat, was die Einwohner ihm bei gemeinsamen Gesprächen berichteten - und fühlte sich mit ihnen verwandt.
Bevor E. Letz noch zwei Geschichten in Fläming Platt vortrug, lauschten wir erst einmal dem beeindruckenden Gesang unserer beiden Gäste.
Mit Hilfe ausgeteilter Textblätter und unter musikalischer Begleitung von E. Letz mit dem Keybord sangen wir gemeinsam noch alte Volkslieder.
Besonders beeindruckend waren für uns dabei aber die musikalischen Darbietungen der beiden Sängerinnen, die altes Liedgut neu einstudieren und dieses wie die Sprache des Fläming Platt damit der Nachwelt bewahren.
Beiden unseren herzlichen Dank dafür und für die Bereitschaft zweimal im Jahr unsere Treffen in der Museums – Scheune zu einem ganz besonderen Erlebnis werden zu lassen. Wir alle freuen uns schon auf die nächste musikalische Begegnung mit ihnen zur Weihnachtszeit.
G.Bölke
Museums – Scheune/J`dorf

Seniorennachmittag mit vielfältigen kulturellen Beiträgen

01_25.Mai 2016 SeniorentreffenEin Höhepunkt der einmal monatlich stattfindenden  Seniorennachmittage in der Museums – Scheune/Jänickendorf des Heimat- u. Geschichtsvereins Nuthe-Urstromtal e.V. ist immer der unter dem Thema „Fläming Platt“.
Elisabeth Letz aus Klein-Schulzendorf beherrscht diese alte Mundart noch sehr gut und liest an diesem Tag Geschichten in der alten Flämingsprache vor.
Für diesen Nachmittag habe ich ihr zwei Geschichten aus dem  Jüterbog – Luckenwalder Kreiskalender von 1929 übergeben, da wir die Niederschriften der Heimatdichterin Käte Taubitz schon alle gehört haben. Auch der einstige Dahmer Heimatforscher Oswald Patzke  schrieb Geschichten und Gedichte in dieser Sprache auf. Themen waren  nicht nur die verschiedenen Jahreszeiten, sondern auch Fastnachten, Kirmisse, Weihnachten oder Neujahr. Wir hörten von ihm die Geschichten „Flämingkermisse“ und „Fastnachten“.
Ähnlich wie Käte Taubitz beschreibt er darin die Sitten und Bräuche zu diesen einst traditionellen Festen auf dem Lande.
Viel gab es dabei zu schmunzeln wie etwa darüber, dass ein junger Mann, der sich mit seinem Leichtmotorrad von einer Fastnachtsfeier, den Rucksack voll bepackt mit Fastnachtspfannkuchen, auf den Heimweg begab und im tiefen Schnee mit seinem Motorrad zu Fall kam. Dabei war auch sein Rucksack mit zu Boden gemacht und die leckeren Pfannkuchen lagen verstreut im Schnee. Diese sammelte er in der Dunkelheit wieder ein, doch als er sie Zuhause auspackte musste er feststellen, dass der größte Teil der aufgelesenen „Pfannkuchen“ nicht solche waren, sondern gefrorene Pferdeäpfel.
Bereichert wurde unser Kulturprogramm an diesem Tag durch Wanda Noeske, die zwei Gedichte aus ihrer Kindheit vortrug. Sie stammen aus der Feder des polnischen Dichters Julian Tuwin. „Brille“ und „Vogelrundfunk“ waren die Titel und alle Anwesenden staunten, wie gut Wanda Noeske die Stimmen der einzelnen Vögel nachahmen kann.
Ich selbst trug aus dem J – L Kreiskalender von 1902 eine „Stallordnung“ für Pferde vor, deren Inhalt vor allem den pfleglichen Umgang mit Pferden beschreibt. So zum Beispiel wurde für heiße Sommertage folgende Empfehlung gegeben: In der heißen Jahreszeit und bei staubigem Wetter wasche die Nüstern des Tieres öfter mit kaltem Wasser aus. Versorge ihm zum Schutz gegen den Sonnenbrand einen Strohhut.
Und wenn Elisabeth Letz mit ihrem Kaybord  und ihrer Begleitung Elke Neumann bei uns sind, steht natürlich auch der Gesang ganz im Vordergrund. Beide haben wieder mit klaren Stimmen sehr beeindruckend neues Liedgut – der Jahreszeit entsprechend besonders Frühlingslieder – vorgetragen und auch uns wieder in den Gesang mit einbezogen.
So war dieser Nachmittag unter den vielen anderen mit den unterschiedlichsten Themen doch wieder ein ganz besonderer für alle Teilnehmer, wofür wir unseren beiden „Solistinnen“ noch einmal ganz herzlich danken möchten und – natürlich freuen wir uns schon heute auf das gemeinsame Singen in der Adventszeit.

Gisela Bölke
Museums – Scheune/Jänickendor

Gesangs - Duo hinterlässt tiefe Eindrücke

01_E.Letz u. E.Neumann 16.12.2015Ich glaube jeder kennt das Gefühl, wenn einem bei tief zu Herzen gehenden Eindrücken eine „Gänsehaut“ über den Körper streift  oder man  den Tränen nahe ist. So erging es sicher nicht nur mir zur diesjährigen Weihnachtsfeier der Jänickendorfer  Senioren.
Am 16. Dezember 2015 trafen wir uns wie jedes Jahr, um einmal keine Geschichte unseres Ortes aufzuarbeiten, sondern in gemütlicher Runde die Weihnachtszeit mit gemeinsamen Gesang  sowie dem Vortrag von Weihnachtsgeschichten und Liedern zu lauschen. Bereichert wird dieser Nachmittag seit einigen Jahren durch zwei „Gesangskünstlerinnen“ aus Klein – Schulzendorf.
Bei Elisabeth Letz greifen wir auf verwandtschaftliche Beziehungen zurück und wissen daher auch von ihrem musikalischen Talent. Und diese lernte vor ein paar Jahren die nach Klein-Schulzendorf zugezogene Elke Neumann,  ehemalige Kinderzahnärztin, kennen und damit ihre gemeinsame Liebe für den Gesang. Und wir Senioren in Jänickendorf sind glücklich, dass beide zweimal im Jahr zu uns kommen, um mit uns gemeinsam zu singen, aber auch als Solisten Lieder vorzutragen. Dabei bringen sie immer neues Liedgut mit. So auch in diesem Jahr. Dem Vortrag der beiden Sängerinnen zu lauschen ist jedes Mal ein Hochgenuss. Mit ihren geschulten Stimmen, die wunderbar zusammen harmonieren,  rufen sie eine Stimmung hervor, wie man sie nur bei ganz besonderen musikalischen Aufführungen spürt. Dass ich nicht alleine so empfunden habe, war an der andächtigen Stille aller Anwesenden zu spüren und bei dem Vortrag eines erst vor kurzem einstudierten Liedes – also fast einer Prämiere – durch den starken Applaus und Bravorufe.
Für viele der Anwesenden ist das die einzige Möglichkeit, Weihnachtslieder live und so gekonnt vorgetragen zu hören und das auch noch zum „Nulltarif“
Deshalb möchte die Seniorengruppe aus Jänickendorf  Elisabeth Letz und Elke Neumann auch einmal in aller Öffentlichkeit Dankeschön sagen für diese unvergesslichen Stunden und zugleich die Hoffnung damit verbinden noch recht zahlreiche  Veranstaltungen mit beiden zu erleben.

G,Bölke
Museums – Scheune/Jänickendorf

Weihnachten in Jänickendorf

2014 SeniorentreffenZwei Veranstaltungen zur Weihnachtszeit werden zahlreichen Jänickendorfern besonders gut in Erinnerung bleiben.
Am 17. Dezember trafen sich die Senioren -  diesmal nicht wie von ihren monatlichen Zusammenkünften her gewohnt in der Museums – Scheune/Jänickendorf - sonder im neu errichteten Dorfgemeinschaftsraum zu einem besinnlich weihnachtlichen Nachmittag. Eingeladen waren dazu auch wieder Elisabeth Letz und Elke Neumann aus Klein – Schulzendorf, um uns mit ihren musikalischen Darbietungen zu erfreuen bzw. uns beim Singen bekannter und unbekannter Weihnachtslieder Anleitung zu geben. Zwischen dem Gesang wurden weihnachtliche Kurzgeschichten und Gedichte vorgetragen. Deren Inhalt war diesmal mehr fröhlicher Art, da wir in den täglichen Rundfunk- und Fernsehnachrichten zurzeit nur wenig erfreulichen Nachrichten zu hören bekommen.
Ein weiterer Gast war die ehemalige Kreisärztin Dr. Eva Wessel, bei der sich der Heimat- u. Geschichtsverein Nuthe – Urstromtal e.V. mit dieser Einladung für die Unterstützung der  Museums – Scheune bedanken wollte.
Dieser Nachmittag war für alle Teilnehmer wieder ein besonderes Erlebnis, da viele von ihnen allein stehend und von betagtem Alter sind und das die einzige Möglichkeit ist, ein paar Stunden dieser ganz besonderen Zeit des Jahres in Gemeinsamkeit zu verbringen.
Beeindruckt waren alle wieder von den musikalischen Darbietungen unserer beiden Laienkünstler und möchten ihnen  auf diesem Wege nochmals ganz herzlich danken. Wir alle freuen uns schon auf das nächste gemeinsame Singen im Mai in der Museums – Scheune/Jänickendorf.
100_9955 (1)Der zweite kulturelle Höhepunkt war für zahlreiche Jänickendorfer und sicher auch die vielen Gäste von außerhalb der Gottesdienst am Heiligen Abend in unserer Kirche.
Jedes Jahr üben Kinder in der Christenlehre und darüber hinaus in ihrer Freizeit  das Krippenspiel ein, um es am 24. Dezember auf einer eigens dafür gebauten Bühne in der  gut besuchten Kirche vorzuspielen. Ein besonderer „Höhepunkt“  war in diesem Jahr dabei der musikalische Vortrag der Geschwister Janek und Jolina Ringel auf der Flöte und der Gesang von Niklas Bacher unter  Begleitung seines Vaters  mit der Gitarre.
Wenn man bedenkt, wie viel Zeit, aber auch Mut in der Öffentlichkeit vor so vielen Menschen aufzutreten, alle am Krippenspiel beteiligten Kinder aufbringen, ist das schon eine besondere Leistung und deshalb sollte auch ihnen auf diesem Wege einmal große Anerkennung ausgesprochen werden.

G.Bölke/Jänickendorf

Besinnlicher Jahresabschluss 2013 der Senioren in der Museums – Scheune/Jänickendorf

131218_seniorenDie Jänickendorfer Senioren treffen sich nun schon seit 9 Jahre einmal im Monat in der Museums – Scheune des Heimat- und Geschichtsvereins Nuthe-Urstromtal. Und dass diese Treffen nicht nur eine gemütliche Kaffeerunde sind, davon zeugen die zahlreichen Niederschriften über alte Sitten und Bräuche und Geschehnisse aus unserem Ort.
Im Jahr 2013 haben wir uns besonders mit solchen Themen wie „Händler in alten Zeiten“, Unfälle, Verbrechen und Katastrophen“, „Zuarbeiten zur Jänickendorfer Ortschronik“, „Fläming Platt“ und dem Anschauen einzelner Videos zum Leben unserer Großgemeinde beschäftigt.
Der letzte Seniorennachmittag im Dezember bleibt seit einigen Jahren „geschichtsfrei“. So war auch am 18. Dezember 2013 wieder Adventsingen verbunden mit dem Vortragen weihnachtlicher Geschichten und Gedichte der inhaltliche Schwerpunkt. Besonders festlich ist dieser Nachmittag durch die Teilnahme von Elisabeth Letz aus Klein – Schulzendorf, die uns beim Gesang mit dem Keybord begleitet. Sie selbst trägt auch Lieder und Gedichte vor. Und in diesem Jahr war erstmals ihre „Gesangskollegin“ Elke Neumann mit dabei.
Da ihr Stimmen wunderbar miteinander harmonieren, ist der Vortrag ihrer Lieder stets ein ganz besonderer Genuss und man könnte beiden stundenlang zuhören.
Die Jänickendorfer Senioren sind ihnen und den Verantwortlichen der Museums – Scheune für diese Veranstaltung sehr dankbar, da es für viele die einzige Möglichkeit ist eine derartige Veranstaltung zu besuchen. Dadurch kommen auch alleinstehende Personen in den Genuss, Kultur zu erleben und mit anderen ins Gespräch zu kommen.
20 bis 25 Senioren besuchen unsere regelmäßigen Zusammenkünfte.
Auch im  Jahr 2014 werden wir diese Treffen fortsetzen. Jeder, der Unterhaltung und Geselligkeit sucht, ist dazu jeden 4. Mittwoch im Monat ab 14.00 Uhr herzlich eingeladen.
G. u. M. Bölke
Museums-Scheune/Jänickendorf

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