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AG Ortschronisten

Hier informiert die AG-Ortschronisten über ihre Aktivitäten:

  1. Ortschronisten auf der Reise in die Vergangenheit - Besuch im Schulmuseum
  2. Brandenburgischer Tag der Orts- und Landesgeschichte und Besuch in der Stasi-Unterlagen-Behörde
  3. Mitglieder des Heimat- u. Geschichtsvereins Nuthe-Urstromtal e.V. begaben sich auf eine Reise ins Mittelalter
  4. Das FORUM  ländlicher Raum Netzwerk Brandenburg
  5. Eigener Stand bei der 12. Geschichtsbörse 2016
  6. Orts-Chronisten mit guten Ideen ins neue Jahr gestartet
  7. Spurensuche bei der „Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen Wehrmacht“
  8. Prämierte Gedichte zur „Fläming art“ 2014
  9. Erfahrungsbericht der AG Orts – Chronisten
  10. Arbeitsgruppe Orts – Chronisten vielseitig aktiv
  11. Wolfswanderung fand überraschend große Nachfrage
  12. Großer Andrang in der Museums – Scheune/Jänickendorf
  13. Arbeitsgruppe der Orts-Chronisten auch über die Grenzen unserer Gemeinde bekannt

Ortschronisten auf der Reise in die Vergangenheit

02_Besuch Schulmuseum Zossen 22.4.2017Wieder einmal trafen sich einige Ortschronisten des Heimat- u. Geschichtsvereins Nuthe-Urstromtal e.V. zu einer Reise in die Vergangenheit. Reiseziel am 22. April 2017 war das Schulmuseum in Zossen.
Seit einem Jahr  können Dank der Sanierung eines der ältesten Häuser der Innenstadt durch die Stadt Zossen zahlreiche Lehr- und Lernmittel aus über 100 Jahren Schulgeschichte im neuen Museum präsentiert werden.
Gudrun Haase, Leiterin des Schulmuseums und „natürlich“ eine ehemalige Lehrerin, übernahm die Führung und den „Unterricht“.
Da der Altersunterschied der Teilnehmer unserer Gruppe zwischen 79 und 6 Jahren lag, waren die Eindrücke und Emotionen völlig unterschiedlich. Wir „Alten“ fühlten uns in unsere Kindheit schon alleine beim Sitzen auf den historischen Schulbänken zurück versetzt. Die auf jedem Platz ausgelegten Schiefertafeln mit Griffeln erinnerten an die ersten Schreibübungen darauf, der Rohrstock an manch schmerzhafte Berührung mit ihm auf den Fingerspitzen und die alten Schulranzen/Tornister an das Einpacken der hölzernen Griffelkästen, Fibeln sowie Schiefertafel mit Schwamm und Lappen.
Die Kinder durften das Schreiben der altdeutschen Schrift  nach Vorlage mit einem Griffel auf der Schiefertafel ausprobieren, wurden aber auch mit den strengen Schulregeln vor 100 Jahren vertraut gemacht.
Nach der Schulstunde, die mit  interessanten Berichten zum einstigen Schulalltag verbunden war, besichtigten wir ein Klassenzimmer wie es zu DDR-Zeiten üblich eingerichtet war sowie alte Schulbücher, Hefte, Poesiealben, Schrift- und Fotodokumente aus 100 Jahren Schulgeschichte.
Die Kinder konnten Spiele aus unserer Kindheit kennen lernen und sogar das „Kreiseln“ üben.
Mit zahlreichen Kindheitserinnerungen und neuen Erkenntnissen – besonders für die jüngeren Jahrgänge – traten wir nach zwei Stunden unseren Weg zurück in die Gegenwart an.

G.Bölke
AG Ortschronisten
des HGV N-U e.V.

Arbeitsgruppe Orts – Chronisten des Heimat – u. Geschichtsvereins Nuthe – Urstromtal e.V. besucht innerhalb einer Woche gleich zwei geschichtsintensive Orte

Am Sonntag, den 23. Oktober fand von 10.00 – 16.00 Uhr der 12. Tag der brandenburgischen Orts- und Landesgeschichte im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam/Kutschstall statt. Und seit 12 Jahren nehmen daran auch Vertreter unseres Heimat- und Geschichtsvereins teil.
Der Tag stand in diesem Jahr unter dem Thema: Archäologische Denkmale als historische Quellen. Am Vormittag  hielten Experten zu dieser Thematik Vorträge.
Nach der Mittagspause wurde in kleineren Gruppen gearbeitet. Dafür hatten sich auch die sieben Vertreter unseres Vereins eingetragen.
Arbeitsgruppe 1 beschäftigte sich mit der  „brandenburgischen Denkmalliste oder: Bauen im Bodendenkmal und praktische Fragen bei der Erhaltung und Veränderung eines Bodendenkmals“
Das Thema der Arbeitsgruppe 2 beinhaltete „Traditionen und Wegbereiter der ortschronistischen Arbeit im Land Brandenburg Personen, Strukturen und Ortschroniken aus früherer Zeit“ und „ Tiere und Pflanzen als historische Quellen der Landesarchäologie“.
Zum Tag der brandenburgischen Orts- und Landesgeschichte treffen sich jedes Jahr an einem Sonntag im Oktober Ortschronisten und an der Heimatgeschichte interessierte Personen aus ganz Brandenburg, um Hilfe und Anregung für ihre „Forschungsarbeit“ zu erhalten, aber auch mit Gleichgesinnten in Erfahrungsaustausch zu treten oder sich zu gesetzlichen Bestimmungen auf diesem Gebiet Rat bei Experten zu holen.
Auch die Vertreter  unseres Vereins nehmen bei diesen Veranstaltungen stets neue Erkenntnisse und Anregungen für ihre weitere Arbeit mit; so auch am 23. Oktober. Auf unserer letzten Zusammenkunft in diesem Jahr, am 24. November, werden sie diese an die anderen Mitglieder weiter vermitteln.

02_Begrüßung durch die Archivarin Unser nächster gemeinsamer „Bildungsausflug“ führte uns wenige Tage später, am 27. Oktober, nach Berlin in die Stasi – Unterlagen – Behörde (BStU), wo uns der Mitstreiter unserer AG Christian Ziegs zu einer Führung angemeldet hatte. Hier wollten wir uns vor Ort  informieren wie die Akten verwaltet werden und wie die Behörde  mit Forschung, Bildung und Information der Öffentlichkeit auf diesem sensiblen Gebiet arbeitet.
Überrascht waren die 10 Teilnehmer der AG Orts – Chronisten unseres Vereins schon beim Betreten des Geländes von dessen flächenmäßiger Größe. Und als wir dann erfuhren und sehen konnten, dass hier in 111 Regal-Kilometern Schriftgut in Papierform (stehend)  verwahrt wird; umgerechnet 47 Regal-Kilometer verfilmtes Schriftgut, 39 Millionen Karteikarten, 1,8 Millionen Fotos, Negative, Dias, 30.300 Film-, Video – und Tondokumente sowie 15.500 Säcke mit zerrissenem Material verwaltet werden, konnten wir das kaum fassen.
Unser Rundgang führte uns zuerst in den „Karteisaal“, der Zentrale mit den Unterlagen für Personen- und Gruppenbespitzlung. Hier befinden sich  Dokumente über Postkontrolle sowie die Karteikarten – Datenbank. Anschaulich wurde uns an konkreten Beispielen die für uns kaum vorstellbare Vorgehensweise der Stasi auf diesem Gebiet geschildert.
Die nächste Station war die Abteilung für archivierte Ablagen. Hier lagern z.B. die Unterlagen der einstigen IM. Die Akten sind verschiedenfarbig gekennzeichnet; die „Täterakten“ haben einen orangen Einband, die ihrer „Opfer“ sind in Blau gehalten. Teil 1 der Täterakte beinhaltet die Vorgehensweise bei der Werbung für deren Mitarbeit oder ihrer Ablehnung, Teil 2 die01_Archivbesuch Spionagethemen und die Treffen mit den Führungsoffizieren.
Überraschend war für uns die Aussage der Archivarin, dass der größte Teil der IM nicht aus finanziellen Gründen, sondern aus Überzeugung dem Staat einen Dienst zu erweisen, gehandelt hat. „Belohnt“ wurden sie meist nur mit einem kleinen Präsent zu besonderen Anlässen.
Für uns als Orts – Chronisten tut sich auf dieser Strecke ein neues Forschungsgebiet auf. Es geht uns dabei nicht um die Offenlegung von Einzelschicksalen oder die „Überführung“ von Tätern – das muss jeder selbst mit seinem Gewissen in Einklang bringen -, sondern um neue Erkenntnisse, die einzelnen Orte unserer Großgemeinde betreffend, hinsichtlich der  historischen und politischen Aufarbeitung einzelner bis heute ungeklärter Vorkommnisse während der Zeit von 1949 bis 1989.

G,Bölke
Leiterin d. AG Orts – Chronisten des HGV N – U

Mitglieder des Heimat- u. Geschichtsvereins Nuthe – Urstromtal e.V. begaben sich auf eine Reise ins Mittelalter

02_mittelalterliche SpielgeräteDie Mitglieder der AG Ortschronisten unseres Vereins suchen jedes Jahr geschichtsträchtige Orte auf, um dadurch ihr geschichtliches Wissen über diese Zeit zu festigen und zu erweitern. Am 9. Juli hieß unser Ziel: „Museumsdorf  Düppel“.
Darauf aufmerksam gemacht hatte uns  Wolfgang Hecht, Mitglied des ADFC Berlin, bei einem Besuch der Radtourenleiter  in der  Museumsscheune/Jänickendorf.
Er engagiert sich als ehrenamtlicher Führer in diesem Freilichtmuseum in Berlin/Zehlendorf. Schon bei seiner Beschreibung der Rekonstruktion des Dorfes, das  von 1170 bis 1220 sich  genau auf diesem Arial befand, hatte er uns neugierig darauf  gemacht und sein Hinweis,  schon einmal über das Internet vorbei zu schauen, verstärkte  unser Interesse noch mehr.
Also nahmen wir das Angebot von Wolfgang Hecht an und unternahmen gemeinsam eine Reise in die Vergangenheit.
Und die Reise in das mittelalterliche Dorf hat sich gelohnt! 13 Häuser des einstigen Ortes wurden detailgetreu und streng nach archäologischen Funden rekonstruiert und eingerichtet. Meist waren nur noch Bodenverfärbungen als Indiz  für vermoderte Holzpfähle eines  einstigen slawischen Blockhauses oder deutschen Ständerhauses erkennbar.01_Handmühle im Mühlenhaus
Durch eine Palisade betritt man wie vor 800 Jahren das hufeisenförmig angelegte Dorf mit seinen, verschiedener  Nutzungen  dienenden, Häusern: wie Mühlenhaus, Brunnen, Wohnhaus, Backhaus, Speicher und Werkstätten. Letztere,  wie auch die Stallungen für die Tiere liegen außerhalb des historischen Dorfes. Alte Handwerkstechniken werden wie vor 800 Jahren  vorgeführt. Sei es nun Töpfern, Korbflechten, Spinnen mittels Handspindel, Muldenhauen, Weben, Schmieden, Gewinnen von Teer oder Brotbacken. Auch Kenntnisse über Landwirtschaft und Tierhaltung aus dem Mittelalter erfährt  man vor Ort hautnah durch Rückzüchtung nun  hier wieder  lebender alter Haustierrassen.
All diese Zeugnisse aus alter Zeit sind sehr beeindruckend. Und die in gut verständlichen Worten ausgedrückten Erklärungen dazu durch Wolfgang Hecht verlangen ganz einfach eine Hochachtung vor unseren Vorfahren, denn sie waren durch das  bewusste Nutzen von Pflanzen und Tieren ihrer Umwelt sowie ihre bewundernswerten Fertigungstechniken in der Lage auch ohne moderne Technik ein Leben in Gemeinschaft zu führen.
G.Bölke
Leiterin AG Ortschronisten

Das FORUM  ländlicher Raum Netzwerk Brandenburg
lud zum 22. Juni 2016 Ortschronisten – Netzwerker und Heimatpfleger in die Heimvolkshochschule am Seddiner See ein

02_25.Juni 2016 Präsentation der Museumsscheune in SeddinDie Veranstaltung richtete sich an interessierte Personen aus Brandenburg, die planen eine Ortschronik zu erstellen oder ihre Erfahrungen dazu weitergeben möchten.
Johann Wolfgang von Goethe sagte einmal “Eine Chronik schreibt nur derjenige, dem die Gegenwart wichtig ist.“
Die Teilnahme von ca. 60 interessierten ehrenamtlich tätigen Ortshistorikerinnen und Ortshistorikern an dieser Veranstaltung  aus ganz Brandenburg beweist, dass Ortschronisten keine Einzelkämpfer sind  und Vielen wichtig ist, das Geschehen der Vergangenheit, aber besonders auch der Gegenwart für nachfolgende Generationen zu bewahren.
Fünf Einzelpersonen bzw. Vereine wurden von Herrn Dominik Jülg, Forum ländlicher Raum Netzwerk Brandenburg, in Vorbereitung dieser Veranstaltung angesprochen über ihre Erfahrungen auf diesem Gebiet zu berichten. Darunter auch Manfred und Gisela Bölke vom Heimat- u. Geschichtsverein Nuthe-Urstromtal e.V.
Die Ausführungen der Referenten zu diesem Thema waren ganz unterschiedlich:
Dr. Dr. Markus Vette, Brandenburgisches Hauptarchiv, referierte zu „Ortchroniken – warum und wie? – Bedeutung für den Ort und die Menschen”.
„Aus dem Nähkästchen: Erfahrungsbericht einer Ortschronistin“ darüber „plauderte“ Helga Kästner, Interessengruppe Heimatgeschichte Belzig
Jaromir Schneider, Vorsitzender der Chronistenvereinigung Potsdam-Mittelmark, und Chris Rappaport  gaben ihre Erfahrungen zur Zusammenarbeit von Ortschronisten weiter.
Über Beispiele aus der Praxis unter dem Thema „Chronik der Museumsscheune Jänickendorf“ berichteten mein Mann Manfred Bölke und ich, HGV Nuthe-Urstromtal e.V.03_ausgestellte Chronikdokumente des HGV
und letztendlich zeigte die Vorsitzende des Geschichtsvereins Nuthetal e.V.  Angela Schneider wie man eine Festschrift und Schautafeln an historischen Gebäuden und Plätzen erstellt.
Als Abschluss konnten die Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen eine Ausstellung verschiedener Ortschroniken besichtigen und mit deren Erstellern in Gedankenaustausch treten.
Wir, als Vertreter des HGV Nuthe-Urstromtal e.V. begannen unseren Vortrag mit einem von Gerd Weilandt (Stülpe) erstellten Video zum Aufbau der Museumsscheune in Jänickendorf. Die Besucher waren von den Bildern des einst maroden fast 100 Jahre alten Speichers und was daraus in ehrenamtlicher Arbeit mit zahlreichen fleißigen Helfern geworden ist, tief beeindruckt. Ich berichtete dann über unsere Aktivitäten in der Museumsscheune, insbesondere die Seniorennachmittage, die es mir erst ermöglicht haben chronistische Aufzeichnungen über unseren Ort, die alten Sitten und Bräuche und das Leben der letzten Jahrhunderte auf dem Lande in Wort und Bild festzuhalten. Mein Mann beantwortete zahlreiche Fragen zum Museum und unserer Arbeit mit der Historie.
Einige der inzwischen fast 60 aufgezeichneten Berichte konnten die Chronisten in der Ausstellung vor Ort besichtigen. Viele von ihnen waren von der  Vielfalt der Themen und deren Darstellung überwältigt und fragten wie man das neben der täglichen Betreuung des Museums überhaut schaffen kann und versprachen, uns nicht nur im Internet sondern auf jeden Fall auch einmal vor Ort zu besuchen.
Wenn wir auch erst mit einer Zusage auf die Bitte einen Beitrag zu leisten zögerten, da uns die Übung vor solch einem Gremium zu sprechen fehlt, sind wir nun froh, diesen Schritt gewagt zu haben und die Arbeit unseres Vereins sowie die Museumsscheune weit über die Grenzen unserer Gemeinde bekannt gemacht zu haben.
M. und G. Bölke
Jänickendorf

Heimat- u. Geschichtsverein Nuthe – Urstromtal e. V. beteiligte sich mit einem eigenen Stand zum 11. Mal an der Geschichtsbörse in Potsdam

02_Landsberg_ Lehmann_GeschichtsbörseAm 20. Februar 2005 wurde durch den damaligen Direktor des Hauses der Brandenburgisch – Preußischen Geschichte, Gert Streit, gemeinsam mit Dr. Volker Punzel die Geschichtsbörse ins Leben gerufen. Das Anliegen dieser Veranstaltung war, eine Messe für die Heimat- u. Geschichtsvereine des Landes Brandenburg anzubieten.
Am 21. Februar 2016 fand von 10.00 – 16.00 Uhr nun schon die  12. Geschichtsbörse statt - wie seit Beginn  an einem Sonntag im Februar im historischen Kutschstall am Neuen Markt in Potsdam.
Die Geschichtsbörse steht immer unter einem besonderen thematischen Schwerpunkt. In diesem Jahr unter „Alltagsgeschichte der Arbeit“.
Insgesamt nahmen 37 Vereine und Verlage, vorrangig aus Brandenburg und Berlin, teil. Leider meldeten sich auch in diesem Jahr nur zwei Teilnehmer aus unserem großen Landkreis Teltow-Fläming an. Der Jüterboger Chronist Henrik Schulze bot seine militärhistorischen Bücher an. Unser Verein war gleich mit zwei Ständen vertreten:
- die Historische Stellmacherei Dobbrikow von Cornelius Landsberg mit Antje Lehmann03_HGV_Geschichtsbörse Februar 2016
- die AG „Orts-Chronisten“ des HGV Nuthe-Urstromtal e.V. mit 5 Vertretern.
Cornelius Landsberg zeigte alte Geräte und erklärte wie diese einst in seinem Handwerk genutzt wurden. Die Ortschronisten stellten Aufzeichnungen in Wort und Bild  aus ihren chronistischen Forschungsergebnissen zu diesem Thema vor und boten entsprechende Literatur zum Verkauf an.
Zahlreiche Besucher, aber auch Mitglieder verschiedener Heimatvereine, zeigten großes Interesse an unseren Arbeiten und wollten diese oftmals auch käuflich erwerben. Das bestärkt uns, auch weiterhin über das Leben sowie alte Sitten und Bräuche  in unseren Dörfer zu forschen und die Ergebnisse in Verbindung mit  entsprechendem Bildmaterial für die Nachwelt schriftlich zu bewahren.

G.Bölke
AG Ortschronisten
des HGV Nuthe – Urstromtal e.V.

Orts-Chronisten des Heimat- u. Geschichtsvereins Nuthe-Urstromtal e.V. mit guten Ideen ins neue Jahr gestartet

Das erste Treffen der Ortschronisten unserer Großgemeinde fand in diesem Jahr am 11. Februar in Jänickendorf statt.
Wie immer bei diesen Veranstaltungen berichtet zu Beginn jeder Ortschronist aus den verschiedenen Ortsteilen über seine letzten Forschungsergebnisse, aber auch über seine weiteren Vorhaben auf dem Gebiet der Erforschung unserer Heimatgeschichte.
Um an recht viel interessantes Material zu gelangen, gehen wir ganz unterschiedliche Wege: sei es nun das regelmäßige Treffen mit einer Seniorengruppe des Ortes oder Einzelbesuche bei Einwohnern, die ihrem Alter entsprechend viel berichten können. Aber auch der Besuch von Archiven, das Nutzen entsprechender Internetplattformen oder analog dazu das „Durchstöbern“  von Büchern und Zeitungen nach entsprechendem Inhalt tragen dazu bei, Wissenswertes aus der Vergangenheit aufzuarbeiten und für folgende Generationen zu bewahren.
Die Themenbereiche, mit denen sich der Einzelne befasst, sind ganz unterschiedlicher Art. Manchmal stößt man bei einer Unterhaltung auf etwas Interessantes, beim Betrachten alter Fotos oder einstmals genutzter Geräte im Haushalt, beim Lesen eines Buches oder auch beim Hören und Sehen des öffentlichen Rundfunks- und Fernsehens und nicht zu vergessen bei auftretenden Jubiläen.
Zurzeit forschen zum Beispiel Mitglieder unserer Arbeitsgruppe konkret an der Geschichte der einzelnen Häuser oder Grabstätten des Ortes, zu Erinnerungen der älteren Einwohner aus ihrer Schulzeit, an den erschwerten Lebensbedingungen nach dem 2. Weltkrieg oder auch zur Herkunft und Zuordnung aufgefundener Gegenständen, Scherben oder alter Dokumente.
Gemeinsame Exkursionen sowie die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungsangeboten der „Geschichts-Manufaktur/Potsdam“ oder der „Geschichtsbörse“ geben weitere Anregungen für unsere Arbeit.
Mit einer besonderen Überraschung sind wir ins neue „Geschichtsjahr“ gestartet: Wir haben wieder einen Zugang in unserer Arbeitsgruppe. Ab sofort gibt es auch eine Ortschronistin im Ortsteil Kemnitz, denn noch nicht in allen Dörfern unsere Großgemeinde wird die alte Geschichte aufgearbeitet oder das tägliche aktuelle Geschehen festgehalten, wodurch besondere Ereignisse unwiderruflich verloren gehen.
Sollte noch einer der Leser in Besitz alter Dokumente, Fotos oder aufbewahrungswerter Erlebnisberichte aus seinem Ort sein wären wir dankbar, wenn man uns in diese Einsicht nehmen lassen würde.
Ein Anruf unter 03371/614479 oder405958 genügt.

G.Bölke
Leiterin der AG Ortschronisten

AG Ortschronisten des Heimat- u. Geschichtsvereins Nuthe-Urstromtal e.V. auf Spurensuche bei der „Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen Wehrmacht“

Eingang zur Deutschen dienststelleBesonders seit den Gedenkfeiern zum Ausbruch des ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und dem Ende des zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren kommen immer mehr Nachfragen auch an uns als Ortschronisten von Angehörigen zum Schicksal ihrer Großeltern, Eltern oder anderer Familienangehöriger; besonders zu denen, die als Soldaten in einem dieser Kriege gedient haben und deren Verbleib bis heute ungeklärt ist.
Wenigen ist in diesem Zusammenhang bekannt, dass im August 1939, wenige Tage vor Kriegsausbruch, die „Wehrmachtsauskunftstelle für  Kriegsverluste und Kriegsgefangene“ (WASt), in Berlin ihre Arbeit aufnahm. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bezeichnung der WASt in „Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen Wehrmacht“ umbenannt.
Diese ist heute dafür zuständig, Angehörigen Auskünfte und Bescheinigungen über ihre im Krieg gefallenen oder vermissten Soldaten zu geben.
So genannte „Wehrmachtsgräberoffiziere“ schrieben an der Front akribisch alles dazu auf. Wehrmachtsgräberoffiziere gab es bei den kämpfenden wie auch bei den bodenständigen Truppen. Auf kleinen Karteikarten vermerkten sie alles die Gesundheit jedes einzelnen Soldaten betreffend. Angefangen von Krankheiten, Verwundungen, Lazarettaufenthalten bis hin zu Truppenverlustmeldungen. Bei Todesfällen waren sie zuständig für Umbettungsprotokolle und Steinlisten (Namen, die auf Grabsteinen aufgeführt waren), Grabmeldungen der Gefallenen und Überwachung der Gräberpflege. Unterstützt wurden sie dabei von einem Divisionspfarrer. 150 Millionen Meldungen und Verlustunterlagen sind somit erhalten. Die  Angaben wurden aller 10 Tage erstellt.
Dass diese Unterlagen nach Kriegsende nicht vernichtet wurden, ist zwei Offizieren der alliierten Streitkräfte zu verdanken. 
Auf einer Gedenktafel am Eingang der Deutschen Dienststelle in Berlin Reinickendorf wird ihnen mit folgenden Worten gedankt:

Henry Steinweiler                                  Armand Klein

Major der amerikanischen Streitkräfte      Major der französischen Streitkräfte

Durch einen Akt beispielhafter Zivilcourage verhinderten die beiden alliierten Offiziere 1946 die Vernichtung der Unterlagen der Wehrmachtsauskunftstelle (WASt).
Ein einmaliger Fundus blieb der Nachwelt erhalten.

Dadurch konnten die bereits 1939 begonnenen humanitären Tätigkeiten bis zum heutigen Tag ununterbrochen weitergeführt werden.

Millionen von Menschen in Deutschland, Europa und der übrigen Welt sind ihnen zu großem Dank verpflichtet.

Die an diesem Ort aufbewahrten Unterlagen bieten Möglichkeiten, das Schicksal von Millionen Deutschen Soldaten zu klären und schaffen damit die Grundlage für die Versöhnungsarbeit der Verständigung über den Gräbern.
Mögen wir daraus lernen und den Frieden bewahren!


Die Deutsche Dienststelle ist eine Landesbehörde, kein Archiv.
1943 waren 4000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Einrichtung unterstand dem Oberkommando der Deutschen Wehrmacht.
Damals befanden sich die Standorte in Thüringen. In Saalfeld wurden die Unterlagen zu Kriegsgefangenen und Lazarettinsassen geführt, in Meiningen protokollierte man die Namen von russischen Kriegsgefangenen, die Lage von Gräberstätten; auch der Nachlass der gefallenen Soldaten wurde hier aufbewahrt.
1945 kamen alle Unterlagen nach Berlin/Tempelhof und seit 1951 lagern diese hier in Berlin/Reinickendorf.
Bis heute sind noch 200.000 Wehrmachtssoldaten in Stalingrad vermisst. Ein Erkennungsmarkenverzeichnis über 100 Millionen Namen ist vorhanden.
Im Jahr erfolgen um 30.000 Umbettungen; 2010 waren es 46.000.
Tief beeindruckt hat uns alle die Abteilung, in der der Nachlass von Soldaten aufbewahrt wird. 4.000 offene Posten liegen hier. In erster Linie unzählige Ringe, Uhren und Zigarettenetuis. Aber auch Geld und Feldpostbriefe. Eine Mitarbeiterin dieser Abteilung berichtete uns über verschiedene Schicksale zu deren Aufklärung sie beitragen konnte. So war es vor einigen Jahren möglich, einer 102 Jahre alten Witwe den Ehering ihres gefallenen Mannes zu überreichen.

Zentrale NamenskarteiHeute gibt es hier 230 Mitarbeiter von einst 800. Deshalb muss man sich bei Nachforschungen auf eine Zeit von ein bis zwei Jahren einstellen, denn fast alles wird in dieser Behörde noch handschriftlich erledigt. Unterlagen zu 20 Millionen Soldaten befinden sich  derzeit an diesem Ort. Hinzu kommen noch die Unterlagen aus der ehemaligen DDR. Allein über das Internet erfolgen monatlich 40 – 50 Anfragen zu Soldatenschicksalen aus dem ersten und zweiten Weltkrieg.
Die Deutsche Dienststelle ist heute zuständig für Auskünfte und Bescheinigungen über Gefallene und während des zweiten Weltkrieges vermisste Soldaten. Neben der Klärung von Schicksalen Vermisster, Kriegssterbefallanzeigen und Verfahren zur Todeserklärung stellt sie Informationen über Kriegsgräber, Erkennungsmarken und Feldpostnummern zur Verfügung. Sie gibt Hilfe bei Fragen zu Versorgungs-, Renten- oder Vertriebenengesetzen oder bei Fragen zur Staatsangehörigkeit.
Nach dem Gräbergesetz der BRD von 1950 muss Deutschland Pflegekosten an andere Länder entrichten, wenn deutsche Soldaten dort ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Die Exkursion zur Deutschen Dienststelle war für alle Teilnehmer eine Bereicherung in Hinsicht auf die Chronikarbeit, besonders aber auch eine hilfreicher Hinweis bei der Unterstützung von Angehörigen einstiger Soldaten.
So konnte auf einer unserer konkreten Anfragen vor Ort die Akte des betreffenden Matrosen gleich eingesehen werden.
Beeindruckt sind wir von der guten Vorbereitung der  Mitarbeiter zu unserem angekündigten Besuch sowie deren Engagement bei der Bearbeitung verschiedenster Nachfragen. Bewundernswert auch, dass sie dabei auch nach langer Zugehörigkeit  in diesem Amt sehr oft  bei ihren Recherchen immer noch emotional tief bewegt sind.
Gisela Bölke

Prämierte Gedichte zur „Fläming art“ 2014

Urkunde Fläming artKönig des Waldes

Majestätisch schreitet er vorbei.
Mit glänzendem Fell
auf dem Kopf ein mächtiges Geweih.
Jetzt bleibt er steh`n, schaut ringsumher
ob auch kein Feind in der Nähe wär.

Nun kommt ein zweiter und dritter Hirsch.
Verhalte mich still
fast so wie ein Jäger auf der Pirsch.
Ein vierter, fünfter kommt dazu;
wie herrlich ist doch des Waldes Ruh.

Fast traue ich meinen Augen nicht.
Noch sechs Hirsche
kommen hervor an das Tageslicht.
Auf der Lichtung bleiben sie steh`n;
ich werde jetzt auch nicht weitergeh`n.

Sie spüren mich nicht, schauen zu mir.
Ich genieße es
so prächtig sind diese Tiere hier.
Die Geweihe riesig und stark;
die Hirsche der Brandenburger Mark.

„König des Waldes“ wird er genannt.
Dieses stolze Tier
hier bei uns im Brandenburger Land.
Seine Krone ist das Geweih;
hier kann er leben sorglos und frei.

Gisela Bölke (Augst 2011)


Das Schneeglöckchen

Schneeglöckchen läutet leise den Frühling ein.
Kommt heraus in den Sonnenschein
reckt sich sacht empor aus der dunklen Erde,
froh, dass endlich Frühling werde.

Doch nun rieseln Schneeflocken leise nieder
ganz leicht schwebend immer wieder.
Wollen noch einmal die Erde berühren,
weil sie den Frühling schon spüren.

Das Schneeglöckchen zieht ganz schnell sein Köpfchen ein.
So kalt kann doch kein Frühling sein.
Wird die Erde nun wieder mit Schnee bedeckt, 
die Sonne mich zu früh geweckt?

Nein, dieser war der Schneeflocken letzter Tanz
verabschieden sich heute ganz.
Bleiben bis zum Winter hoch über`n Wolken.
Jetzt kann der Frühling nun folgen.

Schneeglöckchen streckt sich der Sonne entgegen,
muss sich nicht Schutz suchend legen.
Lockt alle Blumen raus in den Sonnenschein.
Läutet nun laut den Frühling ein.


G.Bölke

Erfahrungsbericht der AG Orts – Chronisten des Heimat- u. Geschichtsvereins Nuthe – Urstromtal e.V.

Unsere  Arbeitsgruppe besteht seit 1996, der Gründung unseres Vereins. Begonnen haben damals unter meiner Anleitung drei Chronisten  der aus 23 Ortsteilen bestehenden Großgemeinde. Es hat ziemlich lange gedauert, bis wir eine an der Teilnahme gemessen, arbeitsfähige Gruppe gebildet haben. Heute sind 17 Ortschronisten in unserer Gruppe aktiv tätig (nicht alle sind Mitglieder unseres Vereins).
Wir treffen uns 4 x im Jahr zu einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Dabei geht es in erster Linie um Forschungsergebnisse, derzeitige Projekte sowie neue Vorhaben der einzelnen Chronisten. Das ist für alle Teilnehmer hilfreich, da Material weiter gegeben wird, was auch die Chronik eines anderen Ortsteiles betrifft bzw. bei Recherchen in Archiven für diese „entdeckt“ wurde. Da einer unserer Teilnehmer besonders mit dem Sammeln alter Postkarten beschäftigt ist, bringt das z.B. uns anderen den Vorteil, diese von ihm als Kopie zu erhalten. Mit der Beschriftung auf der Rückseite konnten dadurch schon so manches Mal Ereignisse bzw. Gebäude konkret einer Zeit zugeordnet werden.
Gemeinsam begeben wir uns auch auf Exkursionen wie Archivbesuche, Grenzwanderungen oder Museumsbesuche. Seit Anbeginn nehmen wir jedes Jahr am Tag der Brandenburgisch – preußischen Geschichte sowie auch mit einem eigenen Stand an der Geschichtsbörse in Potsdam teil.
Dadurch sowie durch  zahlreiche Veröffentlichungen in der Tagespresse und im Amtsblatt sind wir weithin bekannt, so dass besonders in der letzten Zeit verschiedene Personen und Vereine an uns heran getreten sind, um aus unseren Erfahrungen zu lernen (z.B. die Chronistenvereinigung PM oder der Ortsvorsteher von Schlenzer mit Chronikinteressierten).
Ich selbst führe einmal im Monat ein Seniorentreffen in unserem Ort durch (Museums – Scheune/Jänickendorf), bei dem die Senioren zu vorher bekannt gegebenen Themen aus ihrem Leben berichten. Dadurch sind schon ca 40 Niederschriften über alte Sitten und Bräuche sowie geschichtlich relevante Ereignisse in unserem Dorf (z.B. das grausame Kriegsende 21./22.4.1945, worüber bisher kaum etwas bekannt war) aufgeschrieben worden. Mitgebrachtes Bildmaterial bereichert zudem meine Ortschronik.
Unsere Arbeitsgruppe hat sich inzwischen auch eine kleine Bibliothek aufgebaut, so dass der Einzelne nicht unbedingt jedes Buch selbst erwerben muss, das für ihn von Interesse ist.
Chronisten der einzelnen Ortsteile sind auch an der Erstellung von Broschüren ihres Ortes, dem jährlichen“ Heimatbuch Teltow – Fläming“ sowie „Die Gemeinde Nuthe – Urstromtal“ beteiligt.

Gisela Bölke

Arbeitsgruppe Orts – Chronisten des Heimat- u. Geschichtsvereins Nuthe – Urstromtal vielseitig aktiv

Treffen der AG Ortschronisten Nuthe - Urstromta am 23.1.14lAm 28. Oktober 2014 kamen 11 Mitglieder der AG Orts – Chronisten unseres Vereins in Jänickendorf zusammen, um über ihre Forschungsergebnisse in diesem Jahr und  weiteren Vorhaben zu berichten. Vielseitig sind die Themen, mit denen sich die Orts – Chronisten beschäftigen oder ganz einfach nur aus dem täglichen Leben ihrer Ortsteile festhalten. Die Vertreter aus Ahrensdorf und Schöneweide berichteten über ihre Initiativen in Zusammenhang mit der Teilnahme beider Orte am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, denn bei solchen Ereignissen ist unsere Arbeit besonders gefragt.
Weiterhin wurde über Themenbereiche gesprochen, die besonders für die Aufarbeitung der Geschichte  einzelner Ortsteile wichtig sind aber auch über Formen der Aufbewahrung alter Geschichte.
Da wir seit kurzer Zeit zwei neue Mitglieder in unserer Gruppe haben,  war diese Problematik für sie von ganz besonderem Interesse. Deshalb kam auch die Einladung der Brandenburgischen historischen Kommission in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv und dem Haus der Brandenburgisch – Preußischen Geschichte an unseren Verein zur Teilnahme am „10. Tag der brandenburgischen Orts – und Landesgeschichte“ gerade recht. Aus Erfahrung wissen wir, dass diese Veranstaltung stets neue Erkenntnisse und rechtliche Grundlagen für unsere Arbeit bietet. Da das diesjährige Thema
„Arbeitsmethoden und Gegenstände der brandenburgischen Ortsgeschichte“  dazu besonders interessant für uns war, fuhren gleich acht Orts – Chronisten unserer Gruppe nach Potsdam und wir wurden nicht enttäuscht. Neben der Ankündigung der Herausgabe eines „Handbuches der brandenburgischen Ortsgeschichte“ Anfang 2015 wurden weitere Quellen zur Unterstützung chronistischer Arbeit  sowie Schritte des Vorgehens beim Schreiben einer Ortschronik genannt. Dem Vortrag von Dr. Ursula Steinke „Das Leben in Dahmsdorf“ vom 13. bis zum 19. Jahrhundert in Wort und Bild lauschten die 150 Teilnehmer gespannt, denn er bot konkrete Anregungen zum Schreiben einer Ortschronik. Nach den Plenarvorträgen bot sich noch die Möglichkeit der Mitarbeit in Arbeitsgruppen mit verschiedenen inhaltlichen Angeboten zur Chronikarbeit, die auch von uns genutzt wurde.
Mit diesen beiden Veranstaltungen beendeten die Ortschronisten des Heimat – u. Geschichtsvereins Nuthe – Urstromtal e.V. ihre Treffen  in diesem Jahr – aber nicht ihre Arbeit.

G.Bölke
Vors. der AG Ortschronisten

Wolfswanderung fand überraschend große Nachfrage

04_DSCI0661Die Arbeitsgruppe „Orts – Chronisten“ des Heimat- u. Geschichtsvereins Nuthe-Urstromtal e.V.  hatte zum 4. Oktober 2014 zu einer Wolfswanderung unter Leitung des NABU- Mitgliedes Stefan Hoika eingeladen. Froh waren wir, dass wir eine Anmeldefrist festgesetzt hatten, denn die Nachfrage zur Teilnahme war unerwartet hoch. Eigentlich rechneten wir mit einer Gruppe um 12 Personen. Angemeldet hatten sich aber 29 Personen, darunter auch sechs Kinder. Leider mussten wir weiteren Wanderwilligen absagen, wofür wir auch an dieser Stelle noch einmal um Verständnis bitten.
Das Schicksal meinte es gut mit uns, denn Stefan Hoika brachte noch eine „Wolfsexpertin“ mit, Christina Kuhnat aus Berlin. Unsere Wanderung führte  entlang der B 101 in Richtung Wildbrücke – übrigens die zweit größte Deutschlands - wobei alle bemüht waren entlang des Sandstreifens frische Wolfsspuren zu entdecken. Nach Besichtigung der Wildbrücke ging es zurück zum Parkplatz, wo wir uns erst einmal mit einem kleinen Picknick stärken konnten und weitere Informationen zur Population der Wölfe erhielten. Frau Kunath berichtete, dass es im Raum Sperenberg/Kummersdorf  2013 drei Jungtiere gab und in diesem Jahr bisher zwei Erwachsene mit sechs Jungtieren beobachtet wurden. Unser weiterer Weg führte zur einzigen Wildtränke in dieser Gegend, einem ehemaligen Feuerlöschteich.
Da wir diesen Ausflug unter sachkundiger Führung und bei idealem Wanderwetter durchführen konnten, bleibt dieser für alle Beteiligten bestimmt als ein ganz besonderer in Erinnerung.
Danken möchten wir an dieser Stelle den beiden NABU – Mitarbeitern für ihr ehrenamtliches Engagement und die Bereitschaft, im Frühjahr nochmal eine ähnliche Wanderung wegen der großen Nachfrage zu begleiten.

G.Bölke
HGV Nuthe-Urstromtal e.V.

Großer Andrang in der Museums – Scheune/Jänickendorf

Die CPM – Chronistenvereinigung Potsdam - Mittelmark e.V. hatte zum 21. August 2014 in die Museums – Scheune/Jänickendorf des Heimat- u. Geschichtsvereins Nuthe-Urstromtal e.V. eingeladen. Anlass war ein von der Chronistenvereinigung gewünschter Erfahrungsaustausch mit der Arbeitsgruppe „Ortschronisten“ des Heimat – u. Geschichtsvereins Nuthe-Urstromtal.
Bekannt sind wir dem Verein durch unsere Ausstellungen auf der jährlich in Potsdam stattfindenden „Geschichtsbörse“, die bei dessen Mitgliedern großes Interesse fanden. Und genauso groß war auch das Interesse an der Veranstaltung hier in Jänickendorf. Jedes freie Plätzchen wurde zum Aufstellen einer Sitzgelegenheit genutzt, um dem Besucherandrang gerecht zu werden. Mehr als 40 chronistisch Interessierte waren aus den Landkreisen Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark angereist.
Die Veranstaltung begann mit einem Vortrag von Dr. Dr. Markus Vette, langjähriger Dozent an der Potsdamer Universität, zum Thema „Welche Rolle spielt die Ortschronik im Ort“ – ohne Herkunft keine Zukunft.
Nach den für alle sehr informativen Ausführungen wurde die kurze Pause zur Einnahme von Kaffee und Kuchen – aber auch schon für erste Gespräche miteinander genutzt. Dieser Gedankenaustausch wurde dann eine weitere Stunde in gemeinsamer Runde fortgesetzt. Einzelne Ortschronisten berichteten über ihre Arbeit und ihre Erfahrungen die eigene Ortschronik betreffend.
Die Leiterin der AG „Ortschronisten“ des HGV Nuthe-Urstromtal hob die vorbildliche Zusammenarbeit innerhalb dieses Kreises hervor. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Jedes Mitglied bringt seine Erfahrungen ein und gibt diese weiter. Material wird ausgetauscht, Hilfe bei auftretenden Fragen gegeben.
Beispiele unserer Arbeit konnten von den Gästen eingesehen und Fragen dazu beantwortet werden.
Bemängelt wurde bei allen Chronisten die fehlende Unterstützung durch den Kreis sowie die Würdigung der Arbeit der Chronisten, die diese alle ehrenamtlich mit großem zeitlichem und finanziellem Aufwand durchführen.
Im Anschluss an diesen Erfahrungsaustausch zeigten die Teilnehmer dieser Veranstaltung ebenso großes Interesse bei einer Führung mit Manfred Bölke durch die Museums – Scheune. Im Gästebuch konnten wir danach solche Eintragungen wie: „Ein Besuch der Museumsscheune lohnt immer wieder“ oder „Ich bin von der Museumsscheune begeistert“ lesen.
Alles in allem war diese erste gemeinsame Veranstaltung der Ortschronisten der beiden Landkreise T-F und P-M ein Gewinn für alle Teilnehmer. Deshalb war man sich auch einig, dass dieser Tag nur der Anfang  für weitere solcher Treffen war.

G. Bölke
Leiterin der AG Ortschronisten des HGV Nuthe-Urstromtal e.V.

Arbeitsgruppe der Orts-Chronisten des Heimat- u. Geschichtsvereins Nuthe-Urstromtal e.V. auch über die Grenzen unserer Gemeinde bekannt

2014 OrtschronistentreffenMehrmals im Jahr treffen sich Ortschronisten und geschichtlich interessierte Bürger unserer Gemeinde in Jänickendorf zu einem Erfahrungsaustausch und gemeinsamen Unternehmungen. Und das nun schon seit fast 20 Jahren.
Da wir uns auch jedes Jahr an der „Geschichtsbörse“ und dem „Tag der brandenburgischen Ortsgeschichte“ – veranstaltet durch die GeschichtsManufaktur Potsdam im alten Kutschstall/Potsdam  - aktiv beteilige, kommen wir mit zahlreichen Chronistengruppen in Kontakt. Unsere Arbeit findet dabei so viel Anerkennung, dass Chronistengruppen anderer Landkreise zu uns kommen, um aus unseren Erfahrungen zu lernen.
Aus diesem Anlass nahm an unserer Zusammenkunft am 31. Juli 2014 der Ortsvorsteher von Schlenzer Reinhard Siebert mit zwei Geschichtsinteressierten teil. Sie holten sich u.a. Hinweise und Empfehlungen zum Erstellen einer Ortschronik und weiteren Formen der Geschichtserfassung eines Ortes. Dankend nahmen sie Ratschläge sowie leihweise  verschiedene Broschüren und Bücher an, die ihnen den Start auf diesem Gebiet erleichtern werden.
Beeindruckt waren unsere Besucher von den tausenden Ausstellungsstücken der Museums-Scheune, in der wir die Veranstaltung durchführten. Auch diesen „Traum“ würden sich die Schlenzer  gern erfüllen.
Die  Zusammenkunft war für uns Ortschronisten aus Nuthe-Urstromtal ebenfalls eine ganz besondere und zeigte uns wieder einmal, dass unsere Arbeit Anerkennung findet und wir damit auf dem richtigen Weg sind.

G. Bölke
Leiterin AG Ortschronisten

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